Beginn
Di., 19.05.2026, 15:45 - 17:15 Uhr
Wer sich mit griechischer Tragödie von Aischylos, Sophokles oder Euripides oder mit der Philosophie eines Platon oder Aristoteles beschäftigt, der sollte das klassische Griechisch kennenlernen. Abgesehen von einigen Zeichen wie φ, χ, ψ und ω ist die Schrift dabei weniger schwierig. Altgriechisch hat zwar mehr Formen als das Lateinische, z. B. als weiteres Genus verbi ein voll entwickeltes Medium und als weiteres Vergangenheitstempus den Aorist, ist aber nicht selten leichter zu verstehen. Wie im Deutschen gibt es ohne den Vokativ nur vier Kasus. Zu den Besonderheiten gehört ein voll entwickeltes Aspektsystem, demgegenüber es keine Consecutio temporum wie im Lateinischen gibt. Auch das Neue Testament, das in der Gemeinsprache der Koine abgefasst ist, oder die Septuaginta kann man besser mit Griechischkenntnissen verstehen. Solche Texte sind natürlich einfacher als philosophische Prosa und zeigen im Falle des dritten Evangeliums und der Apostelgeschichte des Lukas und dem Hebräerbrief ein durchaus gebildetes Griechisch.
Zielgruppe: Teilnehmer/-innen des Kurses Alt-Griechisch 2 oder mit entsprechenden Vorkenntnissen
Sie lernen:
- die Grundlagen des Altgriechischen
- sprachliche Besonderheiten
- Texte zu lesen und zu übersetzen
Lehrwerk 1: Lexis Teil 1 - Texte und Übungen, Diesterweg Verlag (ISBN: 978-3-425-06861-9)
Lehrwerk 2: Kurzgefasste griechische Schulgrammatik, Weidmann Verlag (ISBN: 978-3-296-70100-4)